Samstag, 15. Januar 2011

Eine neue Behausung

Ein Gnom namens Midian Davandi empfängt euch an diesem Morgen zu einem reichhaltigen Frühstück.

Ein recht unsympathischer kleiner Kerl, der euch gleich die Nachricht überbringt, dass euch Bren an diesem Morgen nicht empfangen kann, da er sich auswärts um wichtige Geschäfte kümmern muss.

Danach begleitet er euch nach Middle-Dura in ein heruntergekommenes Viertel am Rande des Dagger-River namens Underlook.
Er quartiert euch über einem alten Etablissement namens "Red Baroness" ein.


Der erste Monat ist von Bren bezahlt worden.
Bevor Midian geht, überreicht er jedem von euch eine blaue Perle und eine großzügige Belohnung in Gold.
Was mit dieser Perle anzufangen ist, könnt ihr im Moment nur erahnen. Er will partout nicht damit rausrücken.

Allerdings überzeugt ihr ihn, dass wenn ihr etwas benötigt, auf ihn zurück greifen könnt.
Ausserdem verweist er euch auf Urmas, der Wirt und Chef des Red Baroness(ein kräftiger, fast bärenhafter großer Mensch, mit rauhem Umgangston).
Er ist eure Kontaktperson, falls ihr mit Bren oder ihm selbst Kontakt aufnehmen wollt, sollte etwas wichtiges sein.
Er gibt euch noch den Tipp nicht allzu viel aufsehen zu erregen. Nicht alle hier in Sharn sehen es gern, dass man mit einem anomalen Drachenmal durch die Gegend spaziert.

Ihr beschliesst es, den Rest des Tages ruhig anzugehen und richtet euch erstmal in euren Zimmern ein.

Sharn

Ihr seid überwältigt.
Nichts was ihr in eurem bisherigen Leben gesehen habt ist auch nur annähernd mit dieser Stadt zu vergleichen.
Es herrscht ein munteres Durcheinander aller möglichen Rassen und Arten. Die meisten habt ihr niemals zuvor gesehen.



Über euch ragen die Türme in schwindelerregende Höhen. Hoch oben könnt ihr so etwas wie fliegende Schiffe und riesige Vögel erkennen. Ihr werdet angerempelt und geschubst und habt Mühe aneinander den Anschluss zu behalten.
Dank Bren's gutem Orientierungssinn und der Tatsache, dass er weiss wo er hin muss schafft ihr es gemeinsam, eine der höher gelegenen Plattformen zu erreichen, wo euch nach kurzer Zeit eine dieser Luftkutschen aufnimmt. Nach einer atemberaubenden Fahrt / Flug durch enge Gassen, Tunnel und immer der Gefahr ausgesetzt mit einem anderen dieser Höllengefährte zusammenzustossen erreicht ihr endlich Brens Anwesen.
Es ist dunkel geworden.

Brens Anwesen befindet sich im oberen Bereich von Tavicks Landing. Dalans Zuflucht. Über 1000 Meter unten ist der Dagger-River. Der Distrikt ist auf einem titanischen Ring erbaut, der einen der größten Türme hier umschliesst.
Ein starker, jedoch angenehm warmer Wind weht hier. Sichtbarer Reichtum wohin man sieht. Statuen von berühmten Bürgern Sharns säumen die Strassen. Am Rand des Rings wirft ein Illusionsbrunnen Regenbogenfarbige Säulen in alle Richtungen über den Rand.

Brens Haus ist aus Kugeln unterschiedlichsten Gesteins erbaut worden. Das lässt das Gebäude etwas merkwürdig aber auch irgendwie ästhetisch wirken.
Ihr werdet von den Wachen am Eingang eingelassen und betretet eine große Eingangshalle. Statuen und große Gemälde fallen euch hier ins Auge. Ein Gang führt in ein Atrium in dem die Wände alle durchsichtig sind. Man hat das Gefühl man ist im Freien. Hoch oben über der Stadt.
Ihr seid von diesen Eindrücken noch so überwältigt, dass es euch zunächst gar nicht auffällt, das Bren verschwunden ist.

Der Hausmagier bittet euch zum Abendessen an einen wohlgedeckten Tisch und bietet euch an die Nacht hier in Brens Anwesen zu verbringen.
Auf eure Frage nach Brens verbleiben bekommt ihr die Antwort, dass sich um ihn "gekümmert" wird und er medizinisch versorgt werden muss.

Nach einem ausgiebigen Mahl werdet ihr durch einige verwinkelte Gänge in einen abseitigen Teil des Gebäudes geführt in dem einige sehr prunkvoll eingerichtete Räume für euch hergerichtet wurden.

Irgendwie gelingt es Lain einem Angestellten des Hauses einen Vorrat an Traumlilie abzunehmen. Hiervon genehmigt sie sich heimlich etwas.

Ihr begebt euch nur zur mühsam zur Ruhe. Zu aufregend waren diese letzten Stunden. Es dauert quälend lang bis ihr endlich in einen unruhigen Schlaf fallt.

Nur Lain hat diese Probleme nicht.

Der Weg nach Sharn

Am nächsten Morgen macht sich die Gruppe auf den Weg nach Sharn.
Nach kurzer Zeit findet ihr die Hauptstrasse die genau dort hinführt.

Ihr überredet ein paar Handelsreisende euch auf ihrem Wagen mitzunehmen.

Nach einigen Stunden:
Die Wolken heben sich langsam und da war sie, Sharn, die Stadt der Türme. Selbst auf diese Entfernung schienen die Türme geradezu gen Himmel zu streben. Dutzende leuchtende Türme und jeder von ihnen war mit weiteren kleineren Türmchen und Balkonen überzogen. Die alte Strasse führte durch flaches Ackerland und obwohl ihr Stundenlang unterwegs seid scheint es keineswegs, als käme die Stadt näher.
Vielmehr erwecken die Türme den Eindruck als ragen sie sie mit jeder verstrichenen Stunde um so höher in den Himmel. Langsam sind Einzelheiten zu erkennen.
Einige der kleinen Türmchen scheinen in der Luft zu schweben, ohne jegliche Verbindung zu den Haupttürmen. Kleine Punkte, wohl Luftkutschen und andere fliegende Dinge, huschen zwischen den Türmen hin und her.
Als langsam die Sonne am Horizont versinkt werden die Lichter der Stadt sichtbar. Sie funkeln und erinnern am dunklen Himmel fast an Sterne.

Ihr entschliesst euch zu einer erneuten Rast und setzt euren Weg am nächsten Morgen fort.

Es war nun ein beständiger Strom von Händlern unterwegs. Reisende, einfache Bürger und Bauern.
Dann taucht nach einigen Stunden (Es ist schon wieder später Nachmittag) eine riesige weibliche Bronzestatue auf, unter der die Strasse hindurchführt. Eine Kriegerin die das Schwert gen Himmel strckt.
Bren erklärt:
"Diese wurde zu Ehren von Königin Wroann von Breland errichtet. Sie hatte ihr Schwert erhoben um den Gesetzen Galifars zu trotzen. "

An den Toren angelangt scheint es zunächst ein paar Probleme bei der Einreise zu geben, doch nach wenigen Minuten habt ihr diese mit Hilfe von Bren gelöst und betretet die Stadt Sharn.

To the tower


Bren soll in einem verfallenen Turm gefangen gehalten sein. Diesen erreicht ihr auch nach einigen Minuten. Felstar ist weiterhin versteckt.
Und Lain ist mürrisch und hätte gern wieder dieses tolle Gefühl von vorhin.
Die Eingänge des Turms (der eigentlich keiner mehr ist, denn das Gebäude ist ab der Erdebene abgeschnitten und das Dach fehlt komplett), sind mit Vorhängen bedeckt.
Aus dem innern hört ihr mit entsetzen, das Gebrüll irgendeiner Bestie.

Ihr schleicht euch an und werdet von einem Wächter entdeckt, der die Bestie auf euch hetzt. Ein riesiger Bär stürzt sich auf euch.

Felstar hat sich mittlerweile an die Rückseite des Gebäudes geschlichen und ist an der Aussenseite herauf geklettert. Von dort gelingt es ihm immer wieder dem Bären und dem Wächter empfindliche Wunden zuzufügen.
Somit dauert der Kampf nicht lang und die beiden Gegner sind besiegt.
Ihr findet Bren in einer Ecke der Ruine an die Wand gekettet. Vor ihm sind seltsame Runen in den Boden eingelassen. Sie ähneln euren Symbolen auf der Haut.
Als ihr euch diesen Runen nähert wird euch plötzlich schwindelig. Beim Betreten verfallt ihr in einen Traumähnlichen Zustand und seht grauenhafte Dinge.
Gottseidank schafft ihr es sehr schnell, den Schlüssel zu finden und Bren von den Ketten zu befreien.
Er ist noch völlig benommen. Mit letzter Kraft drängt er euch eiligst von hier zu verschwinden.
Die meisten seiner Bewacher sind aufgebrochen um ein paar Kobolde zu vertreiben, die sich hier in der Nähe aufhielten. Doch sie werden sicher bald wieder hier sein.
Also verliert ihr keine Zeit und macht euch auf und schlagt euch mit Bren und Aric ins nahegelegene Dickicht.
Felstar bleibt etwas zurück und beobachtet kurz darauf, wie eine Horde schwerbewaffneter Krieger zur Ruine zurückkehrt.
Das war wirklich Aufbruch in letzter Sekunde. Dieser Bande wäre man sicher nicht gern begegnet. Und was ist das noch? Ein Oger?

Nach einigen Stunden seid ihr euch sicher, dass ihr der bande entkommen seid. Es ist dunkel geworden und ihr schlagt euer Nachtlager auf.
Ihr versprecht Bren, ihn zurück in seine Heimatstadt Sharn zu geleiten. Dies ist die Hauptstadt von Breland, des Kontinents Khorvaire in der Welt Eberron.
Spätestens jetzt stellen sich eure Befürchtungen als wahr heraus. Durch das Portal seid ihr in einer Welt gelandet von der ihr keinen Schimmer hattet, dass sie existiert.

Bren hat für einige eurer Fragen die euch schon seit eurer Ankunft hier quälen Antworten.
Die Male auf eurer Haut sind sogenannte Drachenmale (Dragonmarks). Wie es scheint verleihen diese ihrem Träger bestimmte magische Fähigkeiten. Doch diese Male die ihr tragt sind anomale (aberrant) ihrer Art. Somit ist es nicht klar, welche Auswirkungen diese Male bei euch haben können. Er selbst trägt auch ein Drachenmal. Nämlich das des Hauses Ghallanda, der Gastfreundschaft.
Er ist sehr interessiert, scheint aber nicht wirklich verwundert, als ihr ihm davon erzählt, wie ihr hier hergekommen seid.
Ach zu Lains Zustand kann er euch etwas erklären. Das Wasser des Brunnens aus dem Lain trank scheint mit einer hierzulande verbreiteten Droge versetzt gewesen zu sein. Traumlilie (Dream lilly).
Diese Pflanze wurde vor einiger Zeit verwendet um Soldaten im Kampf robuster zu machen. Nachdem man die Traumlilie eingenommen hat (Man kann sie rauchen, aber auch einfach essen) gerät man in einen Zustand, der einen alle Schmerzen und alles Leid vergessen lässt. So konnte beobachtet werden, dass Krieger die noch unter dem Einfluss der Droge (des "Medikaments") schwer angeschlagen, noch Minuten oder sogar Stundenlang weiter gekämpft haben, ohne dass man ihnen angemerkt hätte sie wären verwundet. Nachdem die Wirkung allerdings nachliess sind sie tot zusammengebrochen. Und diejenigen, die es überlebt haben sind stark abhängig geworden und wollten diesen Zustand immer wieder erlangen.

Er rät Lain stark davon ab, weiterhin Traumlilie einzunehmen und warnt ihre Kameraden davor diese Droge zu unterschätzen.

A new beginning


Einer nach dem anderen schafft es Stück für Stück das Bewusstsein wieder zu erlangen.
Alle sind ziemlich gerädert und sehr sehr durstig.
Die Gruppe befindet sich auf einer leicht erhöhten steinernen Plattform. Am Rande befinden sich 2 Brunnen. Ein schwarzer und ein roter.
Eine Untersuchung ergibt, die Flüssigkeit im roten Brunnen duftet sehr wohlig nach einer euch unbekannten Blumenart.

Lain kann es nicht abwarten und stürzt sich direkt auf den Brnnen und trinkt.
Plötzlich kommt es ihr vor, als sei ihr der Boden unter den Füßen weggezogen worden. Alles, was ihr bisher noch als selbstverständlich vorkam, ist nun in ein gleißendes, verschwommenes Licht gehüllt. Trotz des ungewohnten Gefühls, daß jetzt langsam auch vom Magen in ihren Verstand vorzudringen scheint, trinkt sie weiter. Es tut gut. Sie fühlt sich immer leichter. Leicht wie ein Vogel, der durch die warme Frühlingsluft empor steigt. Leicht wie eine kleine Feder, die wie spielend vom Wind umhergestossen wird. Leicht, und dabei so glücklich...
- Sie muß weiter trinken. Dieses wundervoll schmeckende Wasser, das so herrlich nach frischen Lilien duftet. Mehr! Sie will immer mehr davon. Immer glücklicher werden, immer leichter. Wie kann sie nur,... wie... was... passiert mit... - Dann wird alles dunkel. Bewusstlos fällt ihr junger Körper in das sattgrüne Grass, das den Brunnen umgibt und das sich vom Morgentau noch leicht feucht und klamm anfühlt.

Vorerst kümmert sich niemand wirklich um sie, doch da der schwarze Brunnen keinerlei Geruch abzusondern scheint, trinken sich der Rest der Gruppe dort satt und scheinen auch keinerlei Effekt zu verspüren.
Lain liegt währenddessen bewusstlos am Boden. Schliesslich besinnen sich ihre Kameraden doch und versuchen sich um sie zu kümmern. Hierbei fällt ihnen zum ersten Mal auf, dass sich auf Lains linker Gesichtshälfte ein fremdartiges Symbol gebildet zu haben scheint.

Alle stellen erschrocken fest, dass auch sie ein ähnliches Symbol auf ihrem Körper haben.

Skjöld- Im Nacken bis über den Kopf reichend

Felstar- Über der linken Schulter bis an den Hals reichend

Volcano- Im Oberen Rückenbereich bis zum Hals reichend

Jandur- Am Bauch bis über die linke Brust reichend

Tfjar- Am Rechten Oberarm

Die Versuche Lain aufzuwecken bleiben mittlerweile erfolglos. Lain lebt, bleibt jedoch ohne Bewusstsein.
Felstar macht sich auf, den südlichen Weg zur Lichtung zu untersuchen.
Hide and Seek in einer Person.
Tatsächlich kommt just in diesem Moment ein Gnomähnlicher Mensch den Weg entlang. Und stolpert auf die Lichtung. Als er die überraschte Gruppe erblickt ruft er:
"Oh Aureon sei Dank das ich endlich jemanden antreffe. Mein Name ist Aric. Aric Blacktree. Ihr müsst mir dringend helfen. Sie werden meinen Herrn und Meister Bren ir' Gadden töten. Ich flehe euch an. Bitte ich flehe euch an. Kommt mit und helft mir meinen Herrn zu befreíen.-- Er ist sehr Reich."

Nachdem ihr euch habt überreden lassen, Aric zu helfen seinen Herrn zu befreien bleibt jedoch immer noch das Problem mit Lain.
Doch nachdem Aric das Wasser aus dem roten Brunnen untersucht hat, weiss er wie Lain zu helfen ist. Er flößt ihr Literweise Wasser aus dem schwarzen Brunnen ein und nach wenigen Augenblicken erlangt sie das Bewusstsein tatsächlich wieder.
Noch etwas benommen und ziemlich mürrisch lässt auch sie sich überzeugen Aric zu helfen.
So macht ihr euch auf den Weg.

Montag, 13. September 2010

Durch das Portal

Ich habe keine Ahnung wo ich bin. Habe ich das Portal schon überwunden?
Nein, nicht wirklich. Ich habe eher das Gefühl, dass dies ein Traum ist. Wenn ja, dann ist es auf jeden Fall einer der Besseren die ich in meinem Leben bisher hatte. Und an die ich mich erinnern kann.
Ich bin unterwegs in einem wunderschönen friedlichen Wäldchen. ja hier ist die Welt noch in Ordnung, die Vögel sind am singen und die Blumen blühen. Ja, ich habe fast das Gefühl das ich schwebe so fantastisch sind die Eindrücke.
Ich wandere weiter und der Wald lichtet sich langsam ein wenig. Ich erkenne wie sich vor mir eine Lichtung auftut. Und abgesehen von den Singvögeln bin ich nicht mehr allein. Eine kleine Gesellschaft hat es sich auf dieser Lichtung gemütlich gemacht. Es wird gesungen und gelacht. Getanzt und gescherzt.
Bei genauerem Hinsehen kommt mir der ein oder andere hier sehr bekannt vor. Oh ja. Das sind alles alte Bekannte. Verwandte. Freunde. Vergessene. So lange nicht gesehen. Einige schon tot. Andere verloren.
Ich nähere mich und werde warm und herzlich empfangen. Es ist, als würde ich nach Jahren wieder Nachhause kommen. Alles ist gut.
Doch Moment...Irgendetwas stimmt nicht. Es sind alle da. Meine alte Mutter, die mir vorm Einschlafen immer die Abenteuer vom alten Zhirgot, dem berühmten Halbelfen, erzählt hat. Mein alter Freund Jhelf. Jhelf. Wir waren schon immer die dicksten Freunde. Noch bevor wir in die Schule kamen. Was haben wir damals für Dummheiten im Kopf gehabt. Immer wieder neue Streiche auszuhecken. Keine Auseinandersetzung in der wir zwei nicht unsere Finger im Spiel hatten. Mann, was hat er mir den Hintern gerettet, als ich einmal ganz allein an einen ausgerissenen Warg geraten bin. Was für Zeiten...
Alle sind da. Aber irgendjemand fehlt. Ich gehe sie alle durch. Und merke, dass ich Recht habe. Es sind alle da, nur meine Schwester Lharai, die, mit der ich am meisten durchgestanden habe, die mir immer am nahesten stand. Sie ist nicht unter den Feiernden. Wie kann das sein? Hat mein Unterbewusstsein irgendetwas übersehen?
Mein Onkel Frogdar kommt auf mich zu und bittet mich, die Suppe über dem Feuer zu rühren, damit sie nicht anbrenne.
Ich öffne den Topf und der Inhalt ist schon leicht am köcheln. Es duftet wie ein altes Rezept meiner Mutter. Ihre gute alte Rhabeisuppe. Wie lange ist das her, dass mir dieser Duft in die Nase stieg?
Ich rühre den Inhalt des Topfes um und das Aroma des Rhabeis kann sich so noch mehr entfalten. Das wird schmecken.
Ups, da unten im Topf scheint aber jemand einen Rhabei nicht ganz ordentlich zerteilt zu haben. Ich hantiere ein paar Sekunden mit der Kelle herum bis ich das Biest zu packen kriege und hebe es aus der Flüssigkeit heraus...
Doch was ich dann sehe lässt mich schreien... Jetzt weiss ich wo meine Schwester die ganze Zeit war. Ich blicke ich in die toten Augen von Lharai.
Jetzt merke ich, dass es um mich herum still geworden ist. Das lustige Treiben ist verstummt. Das Tanzen hat aufgehört.
Ich blicke auf und werde gewahr, dass ich von allen um mich herum hasserfüllt angestarrt werde. Es vergehen einige Sekunden bis sie mit grauenhaften Stimmen wie aus einem Munde zu mir sagen: "DU BIST SCHULD!"
Immer und immer wieder. Ich blicke wieder in den Topf und auch Lharai sagt immer wieder "DU BIST SCHULD!"
Diese Worte dröhnen in meinem Kopf.
Ich lasse die Kelle mitsamt des Kopfes in den Topf zurückfallen und fange an zu schreien. Ich schreie, wie ich in meinem Leben noch nie geschrien habe. Ich kneife die Augen zusammen und falle auf die Knie. Kauere mich zusammen.
Plötzlich ist alles wieder still.
Ich öffne langsam die Augen und der Wald ist verschwunden. Ich liege mitten in einer Wüste. Die Sonne brennt mir in den Augen und auf der Haut.
Ich bin ganz allein.

Ich stehe auf. Sehe mich um. Am Horizont kann ich so etwas wie eine kleine Staubwolke erblicken. Sie kommt näher. Direkt auf mich zu.
Panisch schaue ich mich um. Von der gegenüberliegenden Seite ein ähnliches Bild.
Immer näher.
Jetzt wird mir etwas bewusst...
Ich stehe ganau an dem Punkt an dem die beiden Staubwolken aufeinandertreffen.
Noch 200 Meter.
Ich laufe los. Schneller und immer schneller. Doch ich komme nicht vom Fleck. Die Wolken kommen näher.
Langsam aber sicher kann ich Einzelheiten erkennen. Es scheint sich um zwei Armeen zu handeln, die genau hier aufeinandertreffen werden.
Noch 100 Meter.
Ich taste mich ab. Keine Waffen. Keine Rüstung.
Noch 50 Meter.
Aber es ist ja nur ein Traum, oder? Da kann mir ja nichts passieren.
30
Doch wenn es ein Traum ist, warum bin ich dann nicht schon vorhin aufgewacht? Im Wald? Ein Albtraum endet doch immer an der schlimmsten Stelle. Doch ist das hier wirklich ein Traum?
20
Ich sehe bis an die Zähne bewaffnete Krieger, die es unter ihrem Gebrüll gar nicht abwarten können auf die gegner zu treffen und in Stücke gehauen zu werden. Oder bin ich das Ziel?
10
Ich falle auf die Knie. Schliesse meine Augen. Wie gerne wäre ich jetzt wieder in dem Wäldchen, bei meinen Freunden und Verwandten. In der Zeit vor dem Kochtopf.
5
Ich falte meine Hände zum Gebet. Auch wenn es mir immer schwer fiel an einen bestimmten Gott zu glauben, so ist dies wohl der richtige und wohl auch letzte Moment, wo ich damit anfangen sollte.
...
Um mich herum ertönt ein Ohrenbetäubender Lärm. Schlachtenlärm.
Und ich warte nur darauf, dass mich ein Hieb erwischt und niederstreckt. Mich in meine Einzelteile zerlegt...und ich vielleicht endlich aufwache.
Doch es passiert nichts. Ich öffne die Augen. Um mich herum tobt eine wilde Schlacht. Blut. Überall Blut. Niemand gibt auf. So viele Opfer. Nicht endend.
...
Ich stehe auf. Meine Knie schmerzen. Ich sehe mich wild um. Wo ist ein Ausweg.
Obwohl mich nicmend zu beachten scheint, habe ich Todesangst. Ich versuche mich erneut in eine Richtung zu bewegen, doch ich komme immer noch nicht vom Fleck.
...
Als ich mich so in meiner Angst umsehe, bleibt mein Blick an einem Horizont am scheinbaren Ende der Schlacht stehen. Dort, so meine ich zu sehen, dass sich eine sehr große Gestalt den Weg durch die Kriegermassen bahnt. Auf mich zu.
...
Eine gigantische schwarze Kreatur. Ohne Gesicht. Nach nur, wie es mir scheint wenigen Sekunden, steht sie fast vor mir. Eine dunkle Haube tief ins Gesicht gezogen. Wenn denn da ein Gesicht ist.
...
Er steht nun direkt vor mir und hat den Kopf gesenkt, als würde er mich anblicken. Aber ich sehe keine Augen.
Ich bin wie gelähmt.
Er streckt seine Hand aus und ergreift mich an der Schulter. Ein brennender Schmerz durchfährt mich. Tausend Messer treffen mich an der Stelle wo er mich berührt. Ich sinke wieder zu Boden.
Und Schreie...
Und schreie...
...
Dann ist es still.
Ich öffne die Augen und bin wieder allein. Ein weisser Nebel zieht auf.
Und ich höre das Singen der Vögel.
Es duftet nach feuchtem Waldboden und nach Frühlingsblumen.

Alles verschwimmt. Ich reibe mir die Augen und blicke in eine strahlende Frühlingssonne.
Ich liege auf warmem Steinboden inmitten einer bildschönen Lichtung. Ich sehe zwei Steinbrunnen. Ich habe Durst. Alles schmerzt.

Der Weg durch das Portal scheint überwunden zu sein...

Die Wasserfalle, der Blutsee und ein Dunkelelf

Beim Umsehen in diesem Raum gelingt es uns leider nicht zu verhindern, dass bestimmte Mechanismen ausgelöst werden, die dafür sorgen, dass sich eine Wasserfalle aktiviert.
Der hintere Bereich des Raumes wird magisch versiegelt und füllt sich mit Wasser. Dumm nur, dass sich ein paar von uns gerade dort aufhalten. Lebensgefahr.
Das Wasser steigt rasend schnell und man wird ordentlich herumgewirbelt. Ausserdem werden ein paar Pfeile aus versteckten Ritzen auf uns abgefeuert.
Uns... Das sind in desem Fall nur Lain und Ingen. Alle anderen sind ja in der Wasserfalle...;O)
Waren das etwa die Homogobins?
Wir machen uns an die Arbeit die einzelnen Statuen, welche sich in den Ecken der Falle befinden nach und nach zu entschärfen (in der Hoffnung, dass dadurch der Wasserlauf gestört wird) und in letzter Sekunde gelingt es, dass alle mehr oder weniger unbeschadet aus der Falle herauskommen.
Wieder mal eine Meisterhafte Vorstellung.

Weiter geht es durch die Tür hinter der Wasserfalle.
Dort gelangen wir erneut in eine größere Halle mit einigen Nischen, Nebenräumen und einem Brunnenartigen Loch im Boden.
Doch von einem normalen Brunnen kann hier keine Rede sein. Es ist vielmehr der Zugang in eine tiefere Ebene. Hier wird gerade das Ritual durchgeführt um das Portal zu öffnen und den grausamen Drachen frei zu lassen. Ein merkwürdiger Singsang dringt zu uns durch den Schacht.
Es dauert eine ganze Weile, doch letztendlich schaffen wir es durch den Brunnen in das Untergeschoß zu gelangen.

Flieg, flieg...


Landen tun wir dort in einem See aus Blut!



Sofort stürzen sich ein paar widerliche Kreaturen auf uns. Unter anderem ist auch Kalerel dabei. Der Unhold.

Ein erbittertet Kampf entbrennt.
Ach ja, und dann ist da auch noch das Portal, sowie das Ding IM Portal, dass immer wieder nach einem von uns greift, um ihn in das Portal und somit ins sichere Verderben zu ziehen.
Dies gelingt ihm aber nicht und nach gefühlten 2 Wochen sind alle Gegner in diesem untersten Bereich erledigt.
Das Portal kann entschärft werden und die Welt ist gerettet.

Also zurück nach Winterhaven und die Belohnungen einkassieren.

Als wir zurückkehren treffen wir in einem Raum des Gasthauses, statt auf unsere Auftraggeber, allerdings auf diesen Herren hier:

Es handelt sich um Felstar, den Dunkelelfen, der uns im Shadowfell schon einmal begegnet ist und uns gerettet hat (Hüstel, hüstel)

Angeblich sind unsere Auftraggeber bereits abgereist :)
Er schlägt uns einen Deal vor. Wir gehen mit ihm durch das Portal, welches vorher durch ihn umgepolt wird, in eine unbekannte Welt in der wir versuchen eine Handelsbeziehung aufzubauen und werden dafür reich belohnt.

Einstimmig entscheidet die Gruppe, dass dieser Plan für ordentlich Spannung und Abenteurerei sorgen wird, so dass natürlich niemend Nein sagen kann.

Nachdem noch einige neue Ausrüstungsgegenstände besorgt werden treten wir in das Portal und...